Praktikum in den USA
Allgemeines
Wer in der heutigen Arbeitswelt
schnell Fuß fassen möchte, für den ist es unerlässlich, Praktika und
Sprachkenntnisse vorzuweisen. Ebenso ist es oft wichtig, auch schon in jungen
Jahren über eine interkulturelle Kompetenz zu verfügen. In der heutigen
globalen Geschäftswelt muss man sich früh einen Einblick in internationale
Geschäftspraktika verschaffen sowie vorbereitet sein auf fremde Sitten und
Bräuche.
Ein
Praktikum in den USA macht nicht nur Spaß, es ermöglicht einem auch, sich die
obengenannten Fähigkeiten anzueignen bzw. wichtige Erfahrungen auf
internationaler Ebene zu machen. Darüber hinaus erweitert man seinen eigenen
Erfahrungshorizont und sieht die Welt in einem ganz neuen Licht. Man gewinnt
neue Freunde und kann sich ein Netzwerk aufbauen, welches einem in späteren
(Berufs-)Jahren unterstützen kann.
- Wer kann sich um einen Praktikumsplatz bewerben?
Als Interns können sich Studierende bzw. Absolventen
einer Universität, Fachhochschule, Berufsakademie oder Berufsfachschule, deren
Abschluss max. 1 Jahr zurückliegt, bewerben. Die Dauer des Praktikums beträgt
max. 12 Monate.
Wer sich als Trainee bewerben möchte, muss entweder
sein Studium abgeschlossen haben und über eine mind. 1-jährige Berufserfahrung
verfügen oder eine Ausbildung mit Abschlusszertifikat haben und mind. 5 Jahre
Berufserfahrung besitzen. Die Dauer des Praktikums beträgt max. 18 Monate, in
Landwirtschaft und Tourismus max. 12 Monate.
Die genauen Regelungen finden Sie hier
Schüler und Abiturienten dürfen sich nicht als Praktikanten bewerben!
- Welche Voraussetzungen muss man mitbringen?
Man wird davon ausgehen, dass Sie nicht nur bis in
die Haarspitzen motiviert sind, sondern sich auch offen und tolerant neuen
Kulturen gegenüber verhalten werden. Gute Sprachkenntnisse sind ein Muss!
Ebenso wird von Ihnen verlangt werden, dass Sie Geduld, Ausdauer,
Improvisationstalent, organisatorisches Geschick und Flexibilität mitbringen.
Sie sollten mit ungefähr einem Jahr Vorlaufzeit rechnen; planen Sie deshalb sorgfältig und schieben Sie nichts auf die lange Bank! Einen ungefähren Zeitplan finden Sie u.a. auf der empfehlenswerten Seite www.usa.fh-hannover.de.
Sie sollten mit ungefähr einem Jahr Vorlaufzeit rechnen; planen Sie deshalb sorgfältig und schieben Sie nichts auf die lange Bank! Einen ungefähren Zeitplan finden Sie u.a. auf der empfehlenswerten Seite www.usa.fh-hannover.de.
- An wen muss man sich wenden, wenn man ein Praktikum machen möchte?
Die Einreisebestimmungen der USA erlauben es nicht,
ohne Visum in die USA einzureisen und vor Ort einen Praktikumsplatz zu suchen.
Das notwendige J1-Visum
kann auch nicht direkt beim US-Konsulat beantragt werden, denn Sie brauchen
zuerst einen 'legal sponsor', der Ihnen das Visavordokument DS-2019 ausstellt.
Dieses Formular ist eine Art Unbedenklichkeitsbescheinigung und kann
eigentlich nur von einem amerikanischen Unternehmen bzw. einer amerikanischen
Austauschorganisation ausgestellt werden. Viele Austauschorganisationen
arbeiten mit lokalen Partnern in Deutschland zusammen. Sie müssen sich also an
eine Vermittlerorganisation hier in Deutschland wenden. Eine Liste von solchen
finden Sie hier.
Es ist auch möglich, das Visum über ein
US-Unternehmen, welches ebenfalls den rechtlichen Status eines Visumssponsors
aufweisen kann, vermittelt zu bekommen. Universitäten und andere
Forschungseinrichtungen sind meist ebenso befugt, das DS-2019 auszustellen. Ein
Verzeichnis von amerikanischen Unternehmen und Organisationen finden Sie auf
den Seiten des Bureau of
Educational and Cultural Affairs. In unserer Bibliothek finden Sie
ebenfalls ein Verzeichnis von amerikanischen Unternehmen (siehe auch
Literaturtipps).
Egal, ob Sie sich direkt an ein amerikanisches Unternehmen wenden oder an eine Vermittlerorganisation: Sie alleine müssen sich i.d.R. um einen Praktikumsplatz bemühen!
- Wie bewerbe ich mich bei einem Unternehmen?
Hier ist Eigeninitiative gefragt, da die wenigsten
Praktikumsplätze vermittelt werden. Am besten, Sie wenden sich an die Firma
selbst, die Sie interessiert. Verzeichnisse von amerikanischen Firmen, aber
auch Vertretungen deutscher Firmen in den USA finden Sie in unserer Bibliothek.
Weitere Quellen sind Job- und Praktikumsbörsen im Internet, Handelskammern und
Berufsverbände. Einige Adressen finden Sie hier.
Wenn Sie sich für ein Unternehmen entschieden haben
und Kontakt aufnehmen wollen, müssen Sie darauf achten, dass es zwischen
deutschen und amerikanischen Bewerbungen grundlegende Unterschiede gibt.
Während es in Deutschland z. B. üblich ist, eine Bewerbungsmappe mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen zu verschicken, beschränkt sich eine Bewerbung in Amerika auf ein Anschreiben, den sog. Cover Letter, und Ihren Lebenslauf (Resümee/Curriculum Vitae, auch CV genannt). Sie müssen immer beides zusammen verschicken!
Während es in Deutschland z. B. üblich ist, eine Bewerbungsmappe mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen zu verschicken, beschränkt sich eine Bewerbung in Amerika auf ein Anschreiben, den sog. Cover Letter, und Ihren Lebenslauf (Resümee/Curriculum Vitae, auch CV genannt). Sie müssen immer beides zusammen verschicken!
Es ist verpönt, in seinem Cover Letter das Thema der
Vergütung zur Sprache zu bringen; genauso wenig sollte man Angaben über seinen
sozialen Status machen. In Ihrem Lebenslauf dürfen Sie aus Gründen der
Political Correctness keinerlei Angaben machen, die auf Ihr Alter, Ihre Herkunft etc. schließen lassen. Fotos dürfen deshalb in Ihrem Unterlagen nicht
auftauchen.
Ob Sie Ihre Bewerbung per Post oder Email verschicken, hängt nicht zuletzt auch mit den Wünschen des Unternehmens zusammen. Erkundigen Sie sich deshalb vorher, auf welchem Weg für Sie in Frage kommende Arbeitgeber Ihre Unterlagen erhalten möchten. Generell wird der elektronische bevorzugt.
Ob Sie Ihre Bewerbung per Post oder Email verschicken, hängt nicht zuletzt auch mit den Wünschen des Unternehmens zusammen. Erkundigen Sie sich deshalb vorher, auf welchem Weg für Sie in Frage kommende Arbeitgeber Ihre Unterlagen erhalten möchten. Generell wird der elektronische bevorzugt.
Hilfreiche Literatur mit zahlreichen Beispielen finden Sie in unserer Bibliothek (siehe auch Literaturtipps).
- Wie sieht es mit der Bezahlung aus?
Generell gilt, dass ein Praktikum in den USA
unbezahlt ist, da es als reine Lernerfahrung angesehen wird. Mit etwas
Verhandlungsgeschick können Sie aber durchaus eine (geringfügige) Entlohnung
erhoffen. Dabei sollten Sie sich am gesetzlichen Mindestlohn orientieren.
Dieser wird ab 2009 7,25 Dollar betragen, 2011 ist eine Erhöhung auf $ 9,50
vorgesehen. 18 Staaten haben bisher von ihrem Recht Gebrauch gemacht, den
gesetzlichen Mindestlohn selbstständig zu erhöhen, darunter vor allem Staaten
im Westen und Nordosten der USA sowie Florida.
Da die Unterhaltskosten in den USA wesentlich höher sind als in Deutschland, ist ein Praktikum durchaus eine kostspielige Angelegenheit. Es gibt jedoch Möglichkeiten der Bezuschussung und Stipendien.
Da die Unterhaltskosten in den USA wesentlich höher sind als in Deutschland, ist ein Praktikum durchaus eine kostspielige Angelegenheit. Es gibt jedoch Möglichkeiten der Bezuschussung und Stipendien.
- Literatur aus unserer Bibliothek:
- Bewerben und Arbeiten in den USA und Kanada von Karsten und Dirk Neuhaus
- Subsidiaries of German Firms in the U.S. / Tochtergesellschaften Deutscher Unternehmen in den USA
- Vault Guide to Top Internships
- Links:
www.usa.fh-hannover.de
www.ijab.de
www.eca.state.gov/jexchanges





