Ein Schuljahr an einer amerikanischen High-School
Allgemeines
Ein Highschool-Jahr in den USA zu verbringen/erleben, ist
immer eine ganz besondere Erfahrung. Neben den Sprachkenntnissen wird auch die
Verständigung zwischen den Kulturen durch das Kennenlernen von Land und Leuten
angeregt, gefördert und intensiviert. Darüber hinaus werden die oft zitierten
‚Soft Skills' geübt, also das Wissen um den Umgang mit Menschen und
Entscheidungen. Die Schüler werden zu mehr Eigenständigkeit angeregt und können
wertvolle Erfahrungen in der Bewältigung von Schwierigkeiten machen. All dies
sind hilfreiche Qualifikationen und Kompetenzen nicht nur für die weitere
Schullaufbahn, sondern für das gesamte weitere Berufsleben.
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Welche Voraussetzungen muss man mitbringen?
- ihren ersten Wohnsitz in Deutschland haben
- zu Beginn des Schuljahres zwischen 14 ½ und 18 Jahre alt sind
- einen mindestens befriedigenden Notendurchschnitt sowie gute Noten in Englisch vorweisen können
- mindestens seit 3 Jahren in Englisch unterrichtet werden
- und sich noch in
einer Schulausbildung befinden
Interessenten
werden von verantwortungsvollen Organisationen immer zu einem Vorgespräch
eingeladen, in dem geklärt wird, ob die Teilnehmer wirklich wissen, was auf sie
zukommt und ihre Eignung für einen längeren Auslandsaufenthalt überprüft wird.
So sollte der Schüler z.B. anpassungsfähig, tolerant, aufgeschlossen und
kontaktfreudig sein, körperlich gesund sein und über eine gewisse persönliche
und geistige Reife verfügen. Viele Organisationen verlangen auch, dass man
Nichtraucher ist! Darüber hinaus sollte man ein angemessenes äußeres
Erscheinungsbild sowie gute Manieren haben. Austauschschüler vertreten immer
auch ihr Land und besitzen somit eine Vorbildfunktion!
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Wer führt den Austausch durch?
Eines vorweg: Es heißt zwar
Austauschprogramm, dieser Begriff ist aber irreführend: Man muss keinen
amerikanischen Gastschüler bei sich aufnehmen!
Die High School - Programme
werden meist von deutschen Austauschorganisationen durchgeführt, die in den USA
lokale Partner haben. Auf deutscher Seite erfolgt die Auswahl und Vorbereitung
des Schülers, der amerikanische Partner ist zuständig für die Platzierung und
Betreuung. Sie können nicht an jede High School, sondern nur zu denen, die
befugt sind, das Visumsvordokument I-20 auszustellen. Dieses benötigen Sie um
das notwendige F1-Visum
zu beantragen. Nähere Informationen
bekommen Sie von Ihrer Austauschorganisation. Eine Liste von befugten Schulen
finden Sie hier.
Gute
Austauschorganisationen erkennt man u.a. daran, dass man sich bewerben muss und
ein Auswahl-/Eignungsgespräch erfolgt. Zusätzlich führen sie
Vorbereitungsseminare in Deutschland sowie Einführungsseminare vor Ort in den
USA durch den lokalen Betreuer durch. Achten Sie immer darauf, nach welchen
Kriterien Gastfamilien ausgewählt werden, ob ein Ansprechpartner immer
verfügbar ist und wie die Regelungen im Falle eines Platzwechsels sind! Den
Schülern sollte es nicht verboten sein, mit Zuhause Kontakt aufzunehmen; gute Organisationen lassen den Eltern auch
immer einen monatlichen Bericht über das Befinden ihres Kinds zukommen. Wichtig
ist auch, dass eine Nachbereitung erfolgt: Viele Schüler finden es schwer, sich
nach einem Jahr im Ausland wieder in der Heimat zurecht zu finden.
Austauschorganisationen,
die Ihnen nur Handbücher zukommen lassen, sollten Sie genau unter die Lupe
nehmen!
Am 2. Freitag im Oktober
2009 findet im DAI Nürnberg wieder die Youth Exchange Fair statt, in der
Austauschorganisationen sich und ihre Programme vorstellen. Ein Pflichttermin
für alle, die sich für ein High School -Jahr in den USA interessieren!
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Mit welchen Kosten muss man rechnen?
Die Kosten variieren je
nach Anbieter; man sollte für das Schuljahr jedoch mit ca. 9000 Euro (inkl.
Taschengeld) rechnen. Dazu kommen aber noch Kosten für Telefon, Shoppingtouren,
Reisen u.Ä..
Achten Sie auch auf die angebotenen Versicherungsleistungen: Der Preis richtet sich auch danach, ob die Versicherung inkludiert ist oder nicht und ob Selbstbehalt möglich ist. Der Hin- und Rückflug ist meist inkludiert.
Einige Austauschorganisationen gewähren einen Nachlass in Höhe von 500 - 1000 Euro, wenn man einen guten Notendurchschnitt (2,0 oder besser) hat und finanziell bedürftig ist.
Achten Sie auch auf die angebotenen Versicherungsleistungen: Der Preis richtet sich auch danach, ob die Versicherung inkludiert ist oder nicht und ob Selbstbehalt möglich ist. Der Hin- und Rückflug ist meist inkludiert.
Einige Austauschorganisationen gewähren einen Nachlass in Höhe von 500 - 1000 Euro, wenn man einen guten Notendurchschnitt (2,0 oder besser) hat und finanziell bedürftig ist.
Sie können auch BAFÖG
ansuchen (http://www.bafoeg.bmbf.de/) oder einen Bildungskredit in Anspruch nehmen (www.bundesverwaltungsamt.de). Für Mitglieder von Rotary- und
Lions - Clubs besteht oftmals die Möglichkeit, den Aufenthalt gefördert zu bekommen. Auch etliche Banken sponsern ein
High School - Jahr. Das Parlamentarische Patenschafts-Programm des Deutschen
Bundestages ist auch eine Finanzierungsmöglichkeit (http://www.bundestag.de/internat/internat_austausch/ppp/index.html).
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Besteht die Möglichkeit, das Schuljahr in Deutschland anrechnen zu lassen?
Ein High School - Jahr ist
nie eine Vergeudung, aber es wäre doch schön, wenn man es sich in Deutschland
anrechnen lassen könnte. Dies ist unter bestimmten Voraussetzungen auch
möglich:
- es liegt eine Bescheinigung der ausländischen Schule über den regelmäßigen Schulbesuch vor
- es wurden bestimmte Fächer belegt, nämlich die Sprache des Gastlandes (hier Englisch), Mathematik, sowohl ein naturwissenschaftliches wie auch ein gesellschaftswissenschaftliches Fach, eine weitere Fremdsprache
- die belegten
Kurse waren keine Einstiegskurse sondern ‚advanced' und wurden mit mind.
‚Befriedigend' abgeschlossen
Die Entscheidung über die
Anrechnung obliegt schlussendlich aber immer der jeweiligen Schulleitung bzw.
der Schulaufsichtsbehörde (siehe dazu auch www.km.bayern.de).
Bitte beachten Sie: Vor Abschluss eines Austauschprogramms sollten Sie klären, ob die Schule einer Beurlaubung zustimmt! Diese müssen Sie immer schriftlich innerhalb einer vorgegebenen Frist unter Vorlage der Programmbestätigung beantragen. Näheres erfragen Sie an Ihrer Schule.
Bitte beachten Sie: Vor Abschluss eines Austauschprogramms sollten Sie klären, ob die Schule einer Beurlaubung zustimmt! Diese müssen Sie immer schriftlich innerhalb einer vorgegebenen Frist unter Vorlage der Programmbestätigung beantragen. Näheres erfragen Sie an Ihrer Schule.
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Sprachtests
Viele High Schools
verlangen von ihren Gastschülern einen Nachweis ihrer Englischkenntnisse. Dazu
müssen die Schüler den SLEP - Test (Secondary English Proficiency Test) mit
mind. 49 Punkten bestehen. Näheres dazu erfahren Sie von Ihrer
Austauschorganisation. Zur Vorbereitung auf den Test empfehlen wir Ihnen die
TOEFL-Vorbereitungsbücher in unserer Bibliothek.
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Kann man einen Austausch auch privat organisieren?
Wer nicht den Weg über
einen Anbieter gehen will, hat die Möglichkeit, die Organisation selbstständig
zu übernehmen, muss aber gewisse Auflagen beachten. Mehr dazu unter
http://www.educationusa.de/fileadmin/files/infoSheets/schueleraustausch_alles.pdf(Quelle: „Schuljahresaufenthalte in den USA", herausgegeben von: ABI Aktion Bildungsinformation e. V.)
- Links:
www.abi-ev.de
www.educationUSA.de
- Informationen über die US-amerikanische High School
http://www.ulricianum-aurich.de/leopard/highschool.htm
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Literatur aus unserer Bibliothek:
- Als Gastschüler in den USA: Erfahrungen, Fakten und Informationen von Max Rauner
- Ein Schuljahr in den USA: Austausch-Organisationen auf dem Prüfstand von Christian Gundlach und Sylvia Schill
- Handbuch Fernweh: Der Ratgeber zum Schülerautausch von Thomas Terbeck
- Schuljahres-Aufenthalte USA von Aktion Bildungsinformation e.v.
- kostenlose Broschüren einiger Austauschorganisationen





